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Microsoft begeht Vertrauensbruch

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Jun
01

Upgrade auf Windows 10: Microsoft wird dreister und begeht Vertrauensbruch

Microsoft wird immer dreister im Versuch, Nutzer zu einem Upgrade auf Windows 10 zu bewegen. Die Redmonder haben das GWX-Tool nun so überarbeitet, dass X-en zwar das Fenster schließt, aber auch mit einer Zustimmung einhergeht. Dass sich Anwender nun darüber aufregen, dürfte verständlich sein. Warum Microsoft krampfhaft alle Register zieht, bleibt rätselhaft.

Microsoft wird immer trickreicher, wenn es darum geht, die Anwender zu einem Upgrade auf Windows 10 zu überreden. Das missfällt vielen und der Unmut wird immer verständlicher, denn in der neuesten Version des GWX-Tools, das für das Upgrade verantwortlich ist, bedeutet altbekanntes Wegklicken nämlich Berichten zufolge, dass man zusagt. Microsoft macht sich damit jahrelange Gewohnheiten aus der Benutzung der GUI zu Nutze und hofft offenbar, dass die Anwender aus Unachtsamkeit den falschen Knopf drücken, obwohl es aus der Erfahrung heraus der richtige Knopf sein müsste.

Früher war es nämlich so, dass ein Klick auf das rote X in der rechten oberen Ecke ein Windows-Fenster schließt und die Anwendung beendet. Aber das war früher. Bei der neuen Version des GWX-Tools schließt das X zwar das Fenster, das Upgrade auf Windows 10 bekommt man aber trotzdem, denn x-en heißt hier Zustimmen und Schließen.

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(Upgrade auf Windows 10: Microsoft wird dreister und begeht Vertrauensbruch Quelle: mspoweruser.com)

Das Problem dabei ist: Das Phänomen tritt nicht überall auf. Offenbar sind verschiedene Versionen des GWX-Tools im Umlauf, die sich unterschiedlich verhalten. Wer welche Version bekommt, bleibt schleierhaft. Und auch wenn sich die Szenerie nicht immer nachstellen lässt, so muss man den Nutzer, die sich über solche „Charmeoffensiven“ durch Microsoft genötigt fühlen, glauben, denn sie dokumentieren das Drängen der Redmonder teils minutiös.

Nervend auch, dass Microsoft versucht, das Upgrade auf Windows 10 unterzujubeln. Wer nicht reagiert, bekommt Windows 10 automatisch. Wer nicht upgraden will, muss selbst aktiv werden und den Wechsel zum neuen Betriebssystem verhindern. Wer partout kein Upgrade machen will, dem ist ohnehin zu empfehlen, dass er das GWX-Tool vom Rechner entfernt und Windows Update entsprechend anpasst. Dazu gibt es diverse Werkzeuge im Web und danach ist auch Ruhe.

Sollte das Upgrade aus Versehen gestartet worden sein, kann man bei der Installation von Windows 10 immer noch die EULA ablehnen, was zu einem Rollback führt. Die Redmonder jedenfalls scheinen sich keiner Schuld bewusst, die Kunden mit ihrem umgedrehten Bedienkonzept zu veralbern. Man geht sogar relativ offen damit um, wenn man sich denn in diversen Support-Artikeln der Kowledge Base vertiefen will. In KB3095675 wird die Masche beschrieben und der Grund dafür genannt: Der Kunde wolle es so. Schwerwiegender wird aber gerade bei versierten Nutzern der Vertrauensbruch sein, den Microsoft mit der Masche begeht.

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